Kongress des Forum für die Pastoral in der Circus- und Schaustellerseelsorge - Amsterdam 2009

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Congress ‘Testimonium’ = Testimony

Once every three years, the Council of Christian Organisations for the pastoral Care of Circus and Carnival Workers organizes a great congress lasting several davs. This year, it took place in the Netherlands from March 14 thru 18, on board the nice cruiser Serenity. About 40 participants from Germany, the Netherlands, Spain, Switzerland and Vatican City were welcomed, with the largest delegation (19 persans) coming from Italy.
Protestant and Catholic pastoral workers, who support funfair and circus people, encouraged each other, reinforced relationships, exchanged experiences and celebrated their religious belief. Above all, they were informed about developments in the travelling industry. Ineke Strouken, director of the Nederlands Centrum voor Volkscultuur, underlined how important it is to preserve and renew the old carnival and circus culture as immaterial heritage. On behalf of the European Showmen’s Union, Nicole Vermolen praised the good cooperation with the Council and the ECA when defending their interests in Brussels. Wouter Tuyn from the European Network for Traveler Education explained the privileged position of Dutch circus and carnival people concerning the school education of 4 to 12 year old children. In all other European countries their situation is worse. Tuyn called upon the priests to help him establish contacts with national or regional organizations wh ich are responsible for teaching circus children. He hopes to find partners to apply for a European project in connection with ENTE in order to gain expertence in correspondence courses with laptops.
Mgr. Ad van Luyn, the bi shop of Rotterdam, spake about the activities of the Commission of the Bishops’ Conferences of the European Community (COMECE). It is made up of Bishops delegated by the Catholic Bishops’ Conferences of the Euro¬pean Union. There are 24 delegate bishops from the Bishops’ Conferences in the EU. Van Luyn is their chairman.
Arie Oudenes informed about the activities of the ECA and spake about the future of the circus in Europe, seen under socio-economic aspects. He explained the following tendencies: There are more and more regulations and they are becoming more and more squeezing far circuses wh ich often have only a small administrative department. The Internet supports publicity and ticket sales. More and more circus people have a (basic) education, and circus schools influence the circus acts. At the lunch meeting organized by the ECA in Munich on March 1, the circus managers also complained that rules and regulations are more and more burdensame,
putting up posters has become difficult, animal acts are very expensive and the personnel costs are also on the increase. A prominent speaker was Maria van der Hoeven, the Dutch Minister far Economic Affairs, who takes a favorable view of the circus and carnival industry. She stated that the pas¬toral care of circus and carnival people changes because their needs change, tao. She underlined the important role of wornen in the circus and carnival industrv: “Don’t under¬estimate the warnen!”
The congress had been prepared by chaplain Bernard van Welzenes and his team in an excellent way. “Pastoral care is the cement of living together,” was one of his conclusions.

Kongress ‘Testimonium’ = Zeugnis

Alle drei Jahre organisiert der Council of Christian Organisa¬tions for the pastoral Care of Circus and Carnival Workers einen großen, mehrtägigen Kongress, der 2009 vom 14. bis 18. März in den Niederlanden stattfand, an Bord des Kreuzfahrtschiffes Serenity. Rund 40 Teilnehmer aus Deutschland, den Niederlanden, Spanien, der Schweiz und der Vatikanstadt konnten begrüßt werden, und die mit 19 Personen stärkste Delegation kam aus Italien.
Protestantische und katholische Circus- und Schaustellerseel-sorger ermutigten sich gegenseitig, verstärkten Beziehungen, tauschten Erfahrungen aus und feierten ihren Glauben. Vor allem aber informierten sie sich über Entwicklungen in der Branche. Laut Ineke Strouken, der Direktorin des Nederlands Centrum voor Volkscultuur, ist es wichtig, die alte Circus- und Kirmeskultur als immaterielles Erbe zu bewahren und zu erneuern. Nicole Vermolen von der Europäischen Schausteller-Union betonte die gute Zusammenarbeit in Brüssel sowohl mit dem Council als auch mit der ECA. Im Namen des European Network for Traveler Education (ENTE) erläu¬terte Wouter Tuyn die privilegierte Lage der niederländischen Circus- und Kirmeswelt, was den Schulunterricht für Vier- bis Zwölf jährige betrifft. In allen anderen europäischen Ländern ist es darum viel schlechter bestellt. Tuyn appellierte an die Seelsorger, ihm dabei zu helfen, mit nationalen und regionalen Organisationen in Kontakt zu treten, die für den Schulunterricht von Circuskindern verantwortlich sind. So hofft er, Partner zu finden, um im Rahmen der ENTE ein europäisches Projekt anzuschieben, in dem Erfahrungen mit Fernunterricht via Laptop gesammelt werden können.
Mgr. Ad van Luyn, Bischof von Rotterdam, berichtete über die Arbeit der Commission of the Bishops’ Conferences of the European Community (COMECE), die aus abgesandten Bischö¬fen der Katholischen Bischofskonferenzen in der EU besteht. Es gibt 24 Delegierte, und van Luyn ist deren Präsident.
Arie Oudenes sprach über die Arbeit der ECA und über die Zukunft des Circus in Europa aus sozio-ökonomischem Blickwinkel. Unter anderem benannte er folgende Entwicklungen: Es gibt immer mehr Vorschriften, die für die Circusse mit ihrem meist kleinen Verwaltungsapparat zunehmend zu einer Belastung werden. Das Internet spielt bei Werbung und Kartenbestellungen eine stets größere Rolle, immer mehr Circusleute haben (Grund-)Schulbildung, und Artistenschulen beeinflussen die Darbietungen. Andere Probleme sind Einschränkungen beim Plakatieren und die steigenden Kosten für Personal und Tiernummern. Prominente 5precherin war Maria van der Hoeven, die niederländische Wirtschaftsministerin, die Circus und Jahrmarkt  gegenüber wohlgesonnen ist. Sie stellte fest, dass die Circus¬und Schaustellerseelsorge sich ändert, weil sich die Bedürfnisse der Menschen ändern. Auch unterstrich sie die bedeutende Rolle der Frauen in der Circus- und Kirmeswelt. Kaplan Bernard van Welzenes und sein Team hatten diesen Kongress hervorragend vorbereitet. “Seelsorge ist der Zement des Zusammenlebens”, lautete eine seiner Schlussfolgerungen.

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Pastor Sascha Ellinghaus - Kath. Circus- und Schaustellerseelsorge Deutschland

Gemeinsam noch stärker

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Am 11. Juni fand in Brüssel ein Treffen von Vertretern von vier Organisationen statt, die die Interessen von Zirkus und Kirmes vertreten. Es handelte sich dabei um eine Initiative des „Council of Christian Organisations for the Pastoral care of Circus and Carnival workers“. Die European Circus Association (ECA) führte diese Veranstaltung durch, mit dem Ziel, eine gemeinsame Vorgehensweise zu erarbeiten und die Europa-Parlamentarier über die Entwicklungen in der Branche zu informieren. Folgende Organisationen waren vertreten: das „European Network for Traveller Education“ (ENTE), die „European Showmen’s Union“ (ESU), der „Council of Christian Organisations for the Pastoral care of Circus and Carnival workers“ und natürlich die ECA. Grundlage der Gespräche war das Antwortschreiben der Europäischen Kommission an das Europäische Parlament, in dem sie mitgeteilt hat, wie sie auf die Fragen und Anweisungen reagieren würde, die sie nach der am 13. Oktober 2005 angenommenen Resolution über „New Challenges for the circus as part of European culture“ erhalten hat („Neue Herausforderungen an den Zirkus als Teil der europäischen Kultur“, Bericht von MEP Doris Pack). Inzwischen sind zweieinhalb Jahre vergangen, und es ist an der Zeit für eine Analyse, die den MEPs Doris Pack und Maria Oomen-Ruijten vorgelegt wurde.

Zirkus als Kultur

Noch längst nicht alle EU-Länder erkennen Zirkus als Kultur an. Die ECA hat eine Übersicht über die verschiedenen Arten erarbeitet, wie EU-Länder Zirkusse als Kultur anerkennen. Sie kann jenen Ländern geschickt werden, die Zirkus noch nicht als Kultur ansehen. Auch die Schaustellerbranche möchte europaweit kulturell anerkannt werden.

Technische Vorschriften
Die Vorschriften auf verschiedenen technischen Gebieten sind ein weiteres Sorgenkind. Zwar sind die neuen EU-Normen für Zelte mittlerweile erschienen, aber wir sehen nun, dass Länder bei deren Einführung zusätzliche hohe Anforderungen stellen. Dadurch ist man von einheitlicher Gesetzgebung und Förderung des freien Verkehrs von Gütern und Dienstleistungen noch weit entfernt. Eine zusätzliche Bedrohung der Branche sind die strengen Umweltvorschriften, die Zirkus- und Schaustellerfahrzeuge aus den Zentren der Großstädte verbannen bzw. die ein Befahren nur nach Zahlung hoher Gebühren zulassen. Außerdem sind Schausteller- und Zirkustransporte noch längst nicht in allen europäischen Ländern von der Europäischen Transportregelung befreit worden, obwohl die Vorschriften diese Möglichkeit durchaus zulassen.

Schulausbildung für Zirkuskinder

Auf dem Gebiet des Unterrichts sehen die Dinge etwas erfreulicher aus. Die unlängst erschienene Untersuchung „The school education of children of occupational travellers in the European Union“ („Die Schulausbildung von Kindern beruflich Reisender in der Europäischen Union“) enthält gute Empfehlungen. Ein unterstützendes Netzwerk wie ENTE wird für wichtig gehalten. Doch es wird auch festgestellt, dass hierfür finanzielle Mittel erforderlich sind. Gute Erfahrungen aus der Praxis (wie die „Rijdende School“ in den Niederlanden und die Schule für Circuskinder in Nordrhein-Westfalen) müssen jenen Ländern übermittelt werden, die noch über keine derartige Erfahrung verfügen. Somit handelt es sich um einen guten Bericht, doch wer sorgt für die Finanzierung der zukünftigen Aktivitäten?

Zirkusschulen

Das durch die EU mitfinanzierte EPE-Projekt führte zu dem hervorragenden „Basic Circus Arts Instruction Manual“ („Handbuch über Ausbildungsgrundlagen für Zirkuskunst“). Zur Zeit wird in dem ebenfalls von der EU subventionierten „Miroir“-Projekt an einer besseren Angleichung der Zirkusausbildung an die Anforderungen der Berufspraxis gearbeitet.
Die Problematik von Visa und Arbeitsgenehmigungen für Arbeiter und Artisten aus Nicht-EU-Ländern ist noch immer sehr groß.

Tiere im Circus

Der „Council of Christian Organisations for the Pastoral care of Circus and Carnival workers“ hat seine Sorge für jene Menschen ausgedrückt, die mit Tieren im Zirkus arbeiten. Durch den anhaltenden Druck von Tierrechtlern fühlen sie sich bedroht. Sie werden als Tierquäler gebrandmarkt und nicht als Träger einer alten Kultur angesehen. Die ECA berichtete, dass sie Modellrichtlinien für Haltung, Transport und Dressur von Tieren im Zirkus erarbeitet hat, speziell für Länder, die noch keine eigene Gesetzgebung auf diesem Gebiet kennen. In Irland wird mit diesem Modell bereits gearbeitet.

Die Europa-Parlamentarier sind sehr erfreut darüber, dass die Kräfte gebündelt werden und dass sie so gut informiert wurden. Sie werden sich weiter für den Erhalt der Zirkus- und Kirmeskultur in Europa einsetzen.

Tagung des Internationalen Rates in Nizza / Monte Carlo 2008

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Zeitgleich mit dem 32. Internationalen Zirkusfestival in Monte Carlo tagte ebenfalls der “Internationale Rat der christlichen Kirchen für die Circus- und Schaustellerseelsorge” in Nizza. Seelsorger aus Deutschland, Österreich, Schweiz, Spanien, Italien, Frankreich, Belgien und den Niederlanden kamen zum Ausfahrungsaustausch vom 19. bis 22. Januar 2008 im dortigen kleinen Priesterseminar zusammen.

Zur Bildergalerie des Circusfestivals (Gala) und zum Gottesdienst in Monte Carlo, sowie zur Bildergalerie der Tagung (bitte klicken)

Next meeting of the international council during the 32nd Circus-Festival in Monte-Carlo 2008

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The general secretary of the international council of the christian organisations for the Pastoral care for circus and carnival workers invite the national directors to the next meeting of the forum to nizza from the 19th until 22nd January 2008.

Der Generalsekretär des International Rates der christlichen Organisationen für die Circus- und Schaustellerseelsorge lädt die Nationaldirektoren/-innen zum nächsten Treffen des Forums vom 19. bis 22.Janunar 2008 nach Nizza ein.

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